Zwischen zwei Unendlichkeiten

Zwischen zwei Unendlichkeiten

So viel hängt ab

von der kleinen Lücke

zwischen Hand

und Himmel.

Sonst wäre der Himmel 

nur leere Ferne 

und Gott ein 

Wort im Wind.

Ich stehe,

ein Knöchel im Glanz,

der andere wie eine Fessel 

schon im Schatten,

die Sohle kalt wie eine

Spiegelung auf dem Asphalt,

die den Himmel

zurückwirft,

hinein in das dunkel,

und ihn größer macht.

In mir

ein schwarzer Wolf

und ein weißer Wolf

beide fressen von derselben Seele –

ich füttere sie mit Schweigen

und verhungere an Worten.

Ich greife –

die Hand ein offener Hafen,

der keine Schiffe fasst,

nur Wellen,

die sich in die Zukunft schlagen

und zurückkommen

als Salz

auf der Haut der Ewigkeit.

Himmel?

Ein Wort,

das sich nur reimt

auf Versuche,

ein Blau,

das größer ist

als jede Iris,

ein schwarz

im Dach der Welt,

durch das

das Unmögliche

fällt –

und fällt –

und fällt –

und bei jedem Fall

wird es

schwerer.

Lass mich laufen

die Hand bleibt offen,

der Himmel füllt sich

mit jedem Schritt,

aus den Katakomben

meiner Kathedrale

quillt frisches Wasser,

trägt mein Spiegelbild

über die Schwelle

ins weite,

wo Schatten und Licht

sich verlieren

und ich einfach

weitergehe –

frei und unbeschwert,

von der Anmut

Gottes getragen

und unendlich

bei mir.

HØLY

Song: https://m.youtube.com/watch?v=oP65UTnirUc&list=RDoP65UTnirUc&start_radio=1&pp=ygUdUmViZWtrYSBrYXJpam9yZCB5b3UgbW91bnRhaW6gBwE%3D