Zwischen zwei Unendlichkeiten
So viel hängt ab
von der kleinen Lücke
zwischen Hand
und Himmel.
Sonst wäre der Himmel
nur leere Ferne
und Gott ein
Wort im Wind.
Ich stehe,
ein Knöchel im Glanz,
der andere wie eine Fessel
schon im Schatten,
die Sohle kalt wie eine
Spiegelung auf dem Asphalt,
die den Himmel
zurückwirft,
hinein in das dunkel,
und ihn größer macht.
In mir
ein schwarzer Wolf
und ein weißer Wolf
beide fressen von derselben Seele –
ich füttere sie mit Schweigen
und verhungere an Worten.
Ich greife –
die Hand ein offener Hafen,
der keine Schiffe fasst,
nur Wellen,
die sich in die Zukunft schlagen
und zurückkommen
als Salz
auf der Haut der Ewigkeit.
Himmel?
Ein Wort,
das sich nur reimt
auf Versuche,
ein Blau,
das größer ist
als jede Iris,
ein schwarz
im Dach der Welt,
durch das
das Unmögliche
fällt –
und fällt –
und fällt –
und bei jedem Fall
wird es
schwerer.
Lass mich laufen
die Hand bleibt offen,
der Himmel füllt sich
mit jedem Schritt,
aus den Katakomben
meiner Kathedrale
quillt frisches Wasser,
trägt mein Spiegelbild
über die Schwelle
ins weite,
wo Schatten und Licht
sich verlieren
und ich einfach
weitergehe –
frei und unbeschwert,
von der Anmut
Gottes getragen
und unendlich
bei mir.
HØLY
