Ich bin Bambino Royale, ein Freigeist, Künstler und schöngeistiger Schöpfer, ein ewiger Junge, der das Erwachsenwerden als mystischen Tanz begreift – wandelnd auf jenem schmalen, silbernen Faden zwischen den Reichen des Lichts und der Schatten. Nie wollte ich erwachsen werden wie die anderen – gefangen in den goldenen Käfigen der Konvention, wo Träume zu Hypotheken werden und die Seele sich in den endlosen Zyklen des Hamsterrads verliert.
Nie wollte ich meine Phantasie gegen die trügerische Sicherheit eines Hauses eintauschen, meine Freiheit gegen die schweren Ketten eines Kredits, meine wilde Poesie gegen die graue Prosa der Pflichterfüllung.
Ich wählte den Pfad der ewigen Jugend des Geistes – jenen schmalen Grat zwischen Wahnsinn und wilder, unbändiger Neugier, wo keine Grenzen gelten und die Kunst ihre grenzenlose Heimat hat.
Nach über einem Jahrzehnt in Berlin – jener Stadt der ewigen Nacht, die ihre Kinder mit prometheischem Feuer nährt – durchlebte ich eine Odyssee von solcher Intensität, dass sie meine Seele bis in ihre tiefsten Kammern erschütterte. Jahre des Findens und Verlierens der Liebe in ihren erhabensten wie zerstörerischsten Formen, existenzielle Krisen, die mich lehrten, dass nur im Zerbrechen die wahre Gestalt der Seele erkennbar wird. Berlin war meine Lehrmeisterin in der Kunst der Dunkelheit – jener samtschwarzen Priesterin, die mich in die Abgründe des Seins führte und mir zeigte, dass nur wer die tiefsten Schatten durchwandelt, das Licht als das erkennt, was es wahrhaftig ist – nicht die Abwesenheit von Dunkelheit, sondern der Weg hin zur Erlösung. Ich folgte dem Pfad der unsichtbaren Fäden des Schicksals und dem Ruf meiner Familie in der Not zurück in die Wiege meiner Heimat, nach München.
Was als Hoffnung auf Wiedergeburt begann, entpuppte sich als Konfrontation mit der unbarmherzigen Wahrheit. Nach kaltem Entzug und erfolgreicher Therapie in einer psychosomatischen Klinik offenbarte mein Körper die geheimen Rechnungen jener Jahre, in denen ich das weiße Pulver wie eine falsche Göttin verehrt hatte – Kokain, jenen trügerischen Engel, der Flügel aus Kristall verspricht und Ketten aus Asche hinterlässt.
Monatelange Odysseen durch die sterilen Katakomben der modernen Schulmedizin führten schließlich zu jener alles verändernden Diagnose, die mein Dasein in ein Vorher und Nachher teilte.
Vor einem Jahr konnte ich kaum noch laufen, keine Treppe erklimmen, ohne mich wie ein alter Mann an das Geländer zu klammern. Tage, in denen der Schmerz zu meinem treuesten Begleiter wurde, und Nächte, die sich wie Ewigkeiten dehnten, ohne den Segen des Schlafes. Die Rechnung für Jahre der Selbstzerstörung war endlich gekommen – und sie war geschrieben in der Währung des Fleisches und der Knochen.
Mein Körper zitterte nicht vor Furcht, sondern unter der Last der Erkenntnis.
Doch in jenem Moment tiefster Zerbrechlichkeit regte sich etwas. Eine Stimme, kaum ein Flüstern, die mich zu mir selbst zurückrief. Ich entschied mich zu hören und zu vertrauen – ich entschied mich zu glauben.
Die Vorbereitung
Es folgten Monate stiller Revolution. Jeder Tag wurde zu einem kleinen Sieg über die Person, die ich nicht mehr sein wollte. Disziplin ersetzte Verzweiflung. Harte Arbeit ersetzte sinnlose Zerstreuung und Ablenkung. Wo ich einst süchtig nach Flucht gewesen war, wurde ich langsam zu einem Suchenden nach Wahrheit.
Meine Augen waren schon immer die geweihten Instrumente der Inspiration, unstillbare Sammler jener flüchtigen Momente, in denen sich das Göttliche im Profanen offenbart. Doch die Kamera wurde zu mehr als nur einem Werkzeug – sie wurde mein mystischer Kompass, mein Sextant der Seele. Durch das Objektiv lernte ich nicht nur die Welt in ihrer verborgenen Poesie zu sehen, sondern mich selbst – gespiegelt in tausend Fragmenten, gebrochen wie Licht im Prisma, offenbart in jener nackten Wahrheit, die nur die Linse zu enthüllen vermag. Jede Fotografie wurde zu einem Schritt weg von den Ruinen dessen, der ich war, hin zu der Vision dessen, der ich in der Tiefe meiner Seele zu werden bestimmt bin.
Der Weg war nicht linear. Es gab Stürze, Niederlagen, Momente, in denen das alte Selbst mir leichtere Pfade versprach. Doch bei jedem Fall lernte ich, nicht nur stärker aufzustehen, sondern bewusster für die heilige Natur dieser Verwandlung zu werden.
Die Pilgerreise
Nun habe ich mich monatelang mit der Unterstützung von Freunden, Familie und Menschen, die an mich glauben, vorbereitet – eine Pilgerreise von Pontremoli nach Rom, die ewige Stadt, wo unzählige Seelen vor mir Erlösung und Erneuerung gesucht haben. Ich gehe diesen uralten Pfad der Via Francigena nicht als Tourist, sondern als Pilger. Jeder Schritt weg vom Weltlichen, hin zum Ewigen.
Die Via Francigena ist mehr als ein Weg – sie ist die Lebensader Europas, eine mystische Straße, die seit über tausend Jahren Pilgerseelen von Canterbury bis nach Rom trägt. Von den toskanischen Hügeln bei Pontremoli bis zu den sieben Hügeln der Ewigen Stadt werde ich dem Ruf der Jahrhunderte folgen, dem Widerhall unzähliger Schritte, die vor mir diese heilige Route gewandelt sind.
Dies ist mehr als nur zu Reisen. Dies ist der Exodus vom Zeitlichen ins Zeitlose, vom Materiellen ins Mystische. Nicht Rom ruft meine Seele, sondern jeder Schritt auf diesem heiligen Pfad wird zur Begegnung mit dem Unbekannten, jede Erfahrung zu einem stillen Dialog mit dem, was größer ist als ich. Die Reise selbst wird zum Spiegel – nicht weil ich weiß, was sie mir zeigen wird, sondern weil ich bereit bin zu sehen, was auch immer sich offenbaren mag. Jeder Pilgerstein unter meinen Füßen ist ein Schritt ins Vertrauen, jedes Gesicht, das mir auf der Via Francigena begegnet, eine Begegnung ohne Vorahnung dessen, was sie in mir bewirken könnte. Ich glaube, ohne wissen zu müssen, denn der Glaube gedeiht dort, wo das Verstehen aufhört und das Vertrauen beginnt.
Der Künstler
Meine Kunst entspringt dieser Verwandlung. Jede schöpferische Kreation dieses Werkes, die ich mit unter dem Nom de Plume HØLY erschaffe, trägt die DNA dieser Reise in sich – den Kampf, die Hingabe, das allmähliche Erwachen. Ich fotografiere nicht Subjekte, sondern Seelen. Ich erfasse nicht Momente, sondern Ewigkeiten.
Wie Caravaggio das Licht aus der Dunkelheit schnitzte, wie Avedon die Wahrheit hinter den Masken entlarvte, wie Newton die Schatten der Begierde illuminierte – so suche auch ich in jedem Frame nach dem Göttlichen im Menschlichen. Meine Linse ist mein Pinsel, das Licht meine Farbe, die Seele meines Gegenübers mein Atelier.
Ich bin Chronist der inneren Landschaften, Kartograph der Seele, Übersetzer jener stummen Sprache, die nur in den Augen zu lesen ist. Jede Aufnahme ist eine Pilgerreise en miniature – ein Akt der Devotion, der Hingabe, der bedingungslosen Suche nach Wahrheit.
Das Projekt
Opus Speculum Animae ist nicht nur ein fotografisches Projekt – es ist eine visuelle Theologie, eine mystische Reise in die Spiegel der Seele. Inspiriert von der Weisheit des Heiligen Hieronymus, dass „das Antlitz der Spiegel des Geistes ist“, und der esoterischen Erkenntnis Eliphas Lévis über die Dualität von Licht und Schatten, erschaffe ich Porträts, die mehr sind als Abbilder.
Jedes Bild ist ein Psalm aus Licht und Schatten, eine Meditation über die ewige Schönheit der menschlichen Seele. Hier begegnen sich die Meisterschaft der alten Meister mit der technischen Perfektion der Gegenwart, die Spiritualität der Mystiker mit der Ästhetik der Moderne.
Das Projekt wird zur lebendigen Bibliothek der Seelen, ein Speculum, in dem wir nicht nur das Antlitz des anderen, sondern das Echo unserer eigenen Göttlichkeit erkennen können.
Beyond Bambino – Das Team
Keine große Kunst entsteht in Isolation. Hinter Bambino Royale steht ein Kreis von Visionären, Unterstützern, Abenteurern, Medizinern, und Mit-Pilgern, die diese Reise erst möglich machen. Da ist Pascal, mein Freund, treuer Begleiter und kreativer Partner, der seinen brillanten Verstand, die technische Perfektion und bedingungslose Hingabe mit spiritueller Tiefe vereint. Maria Magdalena, die Meisterin des Energieflusses und Heilerin, die mit ihren Händen die Blockaden löst, die meinen Körper im Schmerz gefangen gehalten haben.
Da sind Hamit, Andrea, Marie-Luise und Hans – meine stillen Berater, die Stimmen der Weisheit, die immer da sind, wenn die Zeiten rauher und die Zweifel lauter werden. Sie sind tragende Säulen, auf denen meine Träume ruhen können.
Stef, mein Samurai-Bruder, mit dem ich der Kälte dieser Welt trotze – Seite an Seite, Klinge an Klinge, wenn das Leben seine härtesten Prüfungen bereithält. Und natürlich Käthe und Pauli, bei denen ich, liebevoll umsorgt, immer das Gefühl habe, nach Hause gekommen zu sein – ein Zufluchtsort der bedingungslosen Liebe, wo meine Seele zur Ruhe findet. Vincent, mein ältester Gefährte und Bruder im Geiste – seit den rauen Jahren auf den Straßen unserer Jugend verbunden, wo wir gemeinsam lernten, dass man gleichzeitig kämpfen und träumen muss, um nicht zu zerbrechen. Sein Drachenfeuer brennt noch immer mit jener wilden Intensität, die Dunkelheit in Licht verwandelt und Resignation in Hoffnung.
Und dann ist da meine Gang – Houda, Benji, Stocki und Tarek – die Geschwister der Straße, die Familie des Herzens, die mich daran erinnern, dass wahre Stärke in der Verbundenheit liegt.
Thomas, David und Marc – die letzten christlichen Cowboys in der Stadt, für die kein Abenteuer zu klein und keine Herausforderung zu verrückt ist. Mit ihnen wird jeder Tag zur Expedition: die Überquerung der bayrischen Karibik des Starnberger Sees, Gipfelstürme im Kaisertal wenn der Nebel noch in den Tälern hängt, das erste Anbaden im eisigen Steinsee im April und endlose Radtouren durch die bayerischen Weiten. In ihrer Gesellschaft entdecke ich die heiligen Momente der Bergstille – von den tosenden Wassern der Partnachklamm bis zur erhabenen Einsamkeit der Naunspitze, wo nur der Wind unsere Gebete zu den Wolken trägt.
Karin und Bruno meine geistlichen Begleiter, die mit ihrer Weisheit und ihrem tiefen Wissen meine Schritte auf dem Weg erhellen. Conni und Frank, die mich in den dunkelsten Stunden im Glauben gestärkt haben und mir bis heute mit ihrem weisen Rat und ihrer tatkräftigen Nähe zur Seite stehen – ein Segen, der meinen Weg trägt.
Danksagungen – Die Seelen, die meinen Weg erhellten
York – uns verbindet die Liebe zur Kunst wie ein unsichtbares Band, das über Städte und Jahre hinweg hält. Gemeinsam sind wir von München nach Berlin gereist, in den güldenen Turm von AS, wo wir in unzähligen langen Nächten die Welt auf den Kopf stellten. Du warst mir immer ein treuer Freund, gelehrt und herzlich – ein Begleiter auf den wilden Pfaden der Kreativität und des Lebens.
Gracie – du bringst die Sonne von der Elfenbeinküste in mein Zuhause. Deine Wärme, deine Präsenz, dein Licht haben meine dunkelsten Tage erhellt. Ich bin zutiefst dankbar, dass du Familie geworden bist – nicht durch Blut, sondern durch die tiefere Verbindung der gewählten Seelenverwandtschaft.
Rey – mein kubanischer König, mit dir erlebe ich immer eine wahnwitzige Zeit voller Lachen und Lebenslust. Dein herzliches Wesen und die Art, wie wir uns künstlerisch austoben konnten, haben meine Seele genährt. Die Tattoos, die ich von dir trage, sind nicht nur Tinte auf Haut – sie sind Ausdruck meiner Liebe zu dir, mein Bruder. Jede Linie ein Zeugnis unserer Verbundenheit.
Simon – du warst da in einer der schwierigsten Zeiten meines Lebens. Beim Übergang zurück in die Heimat, als die Welt um mich herum wankte, hast du mir Halt gegeben. Deine Unterstützung, deine Geduld, deine stille Stärke haben mir geholfen, den Weg zu finden, als ich ihn nicht mehr sehen konnte.
Diese Pilgerreise nach Rom trage ich auch für euch im Herzen.
Marcel, der Babayega mit der Schnauze eines Straßenhundes – loyal bis in den Tod dem Rudel verbunden, ein Wächter der alten Gesetze der Freundschaft. Yogi, mein Bruder, mein Freund, mein Vater, der mir durch sein Sein zeigt, was Wachstum bedeutet – ein Lehrer der leisen Weisheit, dessen Geduld meine Rastlosigkeit in Ruhe verwandelt. Rosi, die gute Seele, deren Herz so groß ist wie ihre Umarmungen sind. Emma, meine Muse und Seelengefährtin seit langen Jahren, mit der mich eine Verbindung trägt, die tiefer reicht als Worte – eine Freundschaft, die in den stillen Räumen der Seele wohnt. Und Max, der alles für mich und andere gibt und noch viel mehr verdient – ein Mensch, dessen Liebe und Großzügigkeit nur von seiner Bescheidenheit übertroffen wird – ich küss dein Herz mein Freund!
Ein besonderer Dank gilt auch den Ärzten, Therapeuten, Schwestern und Brüdern und all jenen helfenden Händen, die mich auf dem Weg der körperlichen Heilung begleitet haben. Dem Team der N1A und dem Team vom MPFC – ihr habt nicht nur meinen Körper behandelt, sondern auch meine Hoffnung genährt, als ich am Boden war. In den sterilen Räumen eurer Kliniken, zwischen Diagnosen und Therapien, habt ihr mir gezeigt, dass Heilung mehr ist als Schulmedizin – sie ist Menschlichkeit, Geduld und die stille Überzeugung, dass auch zerbrochene Körper wieder gehen lernen können. Ohne eure Expertise, eure Hingabe und eure mitfühlende Beharrlichkeit würde ich heute nicht an der Schwelle zur Via Francigena stehen.
Und da sind die unsichtbaren Engel – Familie, Freunde, Mentoren, Schwestern und Brüder, Herzen, die in Liebe und Glauben vereint, ein Fundament weben, stark und beständig. Auf diesem Grund erblüht mein Sein, mit all seinen Facetten, wie die Kunst in all ihren Formen und Farben , ein Tanz des Lebens, erwacht und getragen, von ihrer Wärme, die mich emporhebt.
Jeder Mensch, der an diese Vision glaubt, wird Teil der Pilgerschaft, Teil der Verwandlung, Teil des Wunders.
Euch allen: Danke, dass ihr Teil meiner Geschichte seid. Danke, dass ihr mich getragen habt, als ich nicht mehr gehen konnte. Danke, dass ihr an mich geglaubt habt, als ich aufgehört hatte, an mich selbst zu glauben.
Die Kunst des Werden
Ich bin nicht mehr der Schatten, der resigniert vor Treppen kapituliert, noch die Seele, die morgens in Trümmern erwacht, zerfressen vom Kater, gefangen in Nebel, der nur durch flüchtige Linien den Tag erträgt. Stattdessen bin ich ein Atem, der frei sich erhebt, ein Morgen, der klar und entschlossen erwacht, losgelöst von den Ketten, die mich einst banden, bereit, das Leben mit offenen Händen zu umarmen.
Ich werde zu jemandem, der Berge erklimmt – nicht nur aus Stein, sondern aus dem Geist. Nicht zur Eroberung, sondern zur Kommunion mit dem Göttlichen, das in den Räumen zwischen Atem und Gebet flüstert.
Die Via Francigena wird mein lebendiges Atelier sein, jeder Schritt ein Pinselstrich auf der Leinwand meiner Seele, jede Begegnung eine neue Farbe auf meiner Palette der Verwandlung. Mit jedem Kilometer, den ich wandle, werde ich nicht nur dem geografischen Rom näher kommen, sondern dem Rom in mir – jenem ewigen Ort, wo Kunst und Spiritualität, Schönheit und Wahrheit, Mensch und Göttliches sich in heiliger Umarmung berühren.
Das ist ein kleiner Einblick in meine Geschichte. Nicht von der Ankunft, sondern von der Pilgerschaft. Nicht vom Gefundenhaben, sondern vom immerwährenden Suchen. Nicht vom fertigen Kunstwerk, sondern vom ewigen Akt der Schöpfung.
Ich lade euch ein mir auf dieser Reise zu folgen.
💜 Bambino Royale
