What God’s love feels like
In den finsteren Tiefen meiner Alpträume gefangen, wo die Schatten meiner Vergangenheit wie eiserne Fesseln an meiner Seele zerrten, suchte ich verzweifelt Zuflucht in der stillen, heiligen Umarmung der Klinikkapelle. Jahre des Kampfes gegen die Kokainsucht hatten mich gezeichnet – ein endloser Kreislauf aus Höhenflügen und Abstürzen, aus scheiternden Versuchen, mich selbst zu retten, nur um tiefer in die Abgründe zu fallen. Jeder Rückfall war ein Dolchstoß in mein eigenes Herz, ein Beweis meines Versagens, das mich in eine Spirale der Selbstzerstörung trieb. Meine Kerze brannte an beiden Enden, ein flackerndes Licht, das ich in der Suche nach Erlösung im Außen verzehrte – in flüchtigen Momenten der Ekstase, in falschen Freunden, in Nächten, die mich leer zurückließen.
Mein Geist war ein tobender Sturm, erfüllt von Schreien und Angst, die wie unerbittliche Wellen durch meine Gedanken brandeten. In meinen Adern floss kein Hoffnungsschimmer, nur Blut, dunkel und schwarz wie die Nacht, ein Fluss der Verzweiflung, der mich in mir selbst einschloss, gefangen in einem Labyrinth aus Selbsthass und Leere. Und dann war da die verlorene Liebe – jene geduldige, gütige Seele, so liebevoll und rein, ein Licht in meiner Dunkelheit. Sie hielt mich, flüsterte Worte der Zärtlichkeit, doch ich konnte sie nicht festhalten. Aus Angst, geliebt zu werden – aus tiefer Furcht, dass ich es nicht verdiente, dass meine Schatten sie verschlingen würden – zerstörte ich sie. Meine Hände, die sie halten sollten, stießen sie fort, und mit jedem Wort, das ich nicht sprach, mit jeder Tat, die ich bereute, zerbrach ich das Zerbrechliche zwischen uns. Es war mein eigener Kampf, der uns entzweite, eine Wunde, die ich mir selbst zufügte, in der Suche nach etwas, das ich im Außen nie finden konnte.
Viele Tage habe ich meine Taten bereut, ein schweres Joch der Schuld auf meinen Schultern, unfähig, mir selbst Vergebung zu schenken. Doch nur durch diese Abgründe, diese dunklen Täler meiner Seele, konnte ich zu dem Menschen werden, der ich heute bin – geformt von Schmerz, doch gereift durch Gnade. Nun stehe ich am Anfang einer Reise zu mir selbst, ein Pfad, der sich vor mir entfaltet, und mit mir trage ich eine Liebe, die ich einst nicht für mich empfinden konnte. Sie glitzert nun wie ein Diamant in meinem Herzen, ein Schatz, den ich mit jedem Atemzug nähre. Denn nur wer sich selbst liebt, kann auch einen anderen in sein Herz lassen, ein anderes Licht willkommen heißen, das mit dem eigenen tanzt.
Durch Gottes Liebe oder wie ich ihn liebevoll nenne „der Archetekt“ empfand ich ein Gefühl von Vergebung und Gnade und dadurch wurde Selbstakzeptanz und Schritt für Schritt Selbstliebe möglich, die mich in der Klinikkapelle wie ein warmes Licht am Ende eines endlosen Tunnels aus schwarzer Pein empfing – eine unvergleichliche Umarmung, die meine zerrissenen Teile sanft zusammenhielt, ohne zu urteilen, ohne zu fordern. In ihrem Glanz begann ich, meine Dämonen nicht mehr zu bekämpfen – ich nahm sie liebevoll in die Arme, wie Monster, die ich einst fürchtete, doch nun als Teil meiner Geschichte umarme. Dies ist meine Ode, ein poetischer Tanz zwischen Selbstliebe und der Liebe zu Gott. Ein Lied, das aus der Tiefe meiner Seele steigt, wo die Dunkelheit nicht mehr mein Feind, sondern ein Lehrer ist, in dem ich mich erkenne – mit all meinen Narben, all meinen Fehlern, all meiner zerbrochenen Schönheit.
Und in jedem Herz, in jedem Menschen, der liebt, wohnt auch Jesus – ein stiller Gast, der in der Wärme der Liebe lebt, ein Flüstern der Gnade, das uns verbindet. Gottes Liebe ist der Atem, der meine Wunden heilt, der Funke, der mich neu entzündet, die Kraft, die mich lehrt, mich selbst zu lieben, so wie ich bin. Sie ist der Anker in meinem Sturm, tief im Herzen verwurzelt, dass Scheitern nicht das Ende ist, sondern der Weg zur Transformation. Hier, in dieser heiligen Stille, finde ich Frieden, ein Zuhause, wo mein Herz im Einklang mit dem Göttlichen schlägt, und wo die verlorenen Stücke meiner Seele endlich Heilung finden.
Mögen diese Worte all jenen Kraft schenken, die hoffnungslos, verzweifelt und traurig sind, und keinen Silberstreif am Horizont sehen. Sie sind ein Ruf aus der Tiefe, ein ehrliches Zeugnis, dass selbst in der dunkelsten Nacht ein Licht glimmt – vielleicht klein, vielleicht schwer zu finden, aber da. Möge diese Geschichte euch Mut machen, euch daran erinnern, dass auch ihr aus euren Abgründen wachsen könnt, dass Liebe – zu euch selbst, zu anderen, zu etwas Größerem – ein Weg ist, der sich öffnet, wenn ihr bereit seid, ihn zu gehen. In jedem Atemzug liegt eine Chance, in jedem Herz ein Funke, der nicht erlischt.
Ihr seid nicht allein.
