Tag 3 Von Sarzana nach Avenza

Als eine Taube auf Marmor mir zeigte, dass Schönheit überall wartet

Oder: Vom Berg ins Meer und die Kunst, weiterzugehen, wenn der Körper nein sagt

5:40 Uhr – Das Konzert der Schlaflosen

Die Dunkelheit vor der Dämmerung ist eine eigene Welt. Nicht mehr Nacht, noch nicht Tag – ein Niemandsland der Zeit, in dem nur die Ruhelosen wohnen.

Ich stand auf. Wieder als Erster. Die Nacht war unruhig gewesen, ein Patchwork aus Halbschlaf und wachem Dösen. Mein System fährt seit jener ersten Wanderschaft durch die Nacht kaum noch herunter. Der Körper bleibt in Alarmbereitschaft, als erwarte er jeden Moment, wieder aufbrechen zu müssen. Als hätte er gelernt: Ruhe ist nur vorübergehend. Sei bereit.

Dazu die Mücken – diese winzigen Vampire mit ihrer hochfrequenten Ankündigung. Das Schnarchen meiner Mitpilger – ein polyphoner Chor aus verschiedenen Tonlagen, Rhythmen und Lautstärken, eine unfreiwillige Symphonie der Erschöpfung. Und dann dieser Kühlschrank, ein Relikt aus den Achtzigern, dessen Summen so beharrlich war wie der Herzschlag der Zeit selbst. Ein Gerät, das seit Jahrzehnten nicht reguliert oder repariert wurde und nun seinen Protest in Form eines monotonen Brummens äußerte.

Aber ich empfand keine Irritation.

Diese nächtliche Kakophonie gehört zur Pilgerschaft wie Blasen zu den Füßen. Sie ist der Soundtrack unserer gemeinsamen Verwundbarkeit.

Ich hatte alles am Abend zuvor parat gelegt – mit jener militärischen Präzision, die man entwickelt, wenn man niemanden wecken will. Gaskocher, Bundeswehrkochgeschirr, Kaffee. Die heilige Dreifaltigkeit des Frühaufstehers. Leise, wie ein Dieb in der eigenen Unterkunft, schlich ich hinaus.

Der Betonaltar und die Morgenandacht

Die Unterkunft lag hinter einer Kirche, hinter einem verkommenen Betonfußballplatz, dessen Risse wie Flussläufe auf einer vergessenen Landkarte verliefen. Darauf schaute ich nun, während in der Ferne ein elektrischer Roller hochratterte – das mechanische Räuspern der erwachenden Stadt – und mein Gaskocher sein leises Lied summte.

Dann kam dieser Moment.

Dieser Geruch von frischem Kaffee. Immer eine Freude. Immer ein Versprechen, das gehalten wird. Der Duft steigt auf wie Weihrauch, weltlich und doch sakral in seiner Bedeutung.

Der erste Schluck ist purer Genuss. Die Bitterkeit trifft die Zunge, die Wärme fließt durch die Kehle, und für einen Moment ist alles gut. Nicht perfekt – aber gut genug.

Ich saß eine Weile da und sinnierte. Über den gestrigen Tag und Davids Geschichte von dem einen unter Tausenden. Über das geteilte Essen und die geteilten Wunden. Über das, was heute anstehen würde.

Nach den fast 34 Kilometern der ersten Nacht und den 24 des gestrigen Tages würde dieser Tag deutlich entspannter werden. Der Körper hatte lautstark um Gnade gebeten, und ich hatte beschlossen, diesmal zuzuhören.

Es war kalt.

Ich sah meinen Atem, wenn ich in die Luft pustete – kleine Geisterwolken, die für einen Herzschlag existierten und dann verschwanden, als hätten sie nie existiert. Am frühmorgenlichen Himmel sah ich ein paar Sterne. Oder eher einen Satelliten, denn er bewegte sich – ein moderner Stern, ein Bote der digitalen Ära, der seine einsamen Kreise zieht und uns alle überwacht oder verbindet, je nachdem, wie man es betrachtet.

Das unsichtbare Uhrwerk der Höflichkeit

Als ich hineinging, standen die ersten auf. Hier ein leises “Good morning” – verschlafen, aber herzlich. Dort ein gemurmeltes “Ça va” – eher eine Feststellung als eine Frage. Ich nickte und lächelte. Die Sprache der Morgenmenschen braucht keine Worte.

Ich machte mich fertig. Zähne putzen – diese profane Normalität, die auf dem Pilgerweg fast zeremoniell wird. Mit Hirschtalgsalbe die wunden Körperstellen eincremen – jene intimen Kriegsverletzungen, die man niemandem zeigt, aber alle kennen. Wasser aufsetzen für Frühstück und Tee.

Wir saßen alle an einem sehr kleinen Tisch.

Eine heitere, frische, morgendliche Stimmung lag in der Luft. Trotz der Enge, trotz der verschiedenen Sprachen, trotz der Müdigkeit, die in unseren Knochen saß wie ein ungebetener Gast.

Und hier geschah etwas Bemerkenswertes, etwas, das mich jeden Tag aufs Neue fasziniert: Obwohl so viele Fremde auf engem Raum waren, kam sich keiner in die Quere.

Diese Achtsamkeit ist beachtlich. Fast wie ein unsichtbares Uhrwerk, dessen Zahnräder perfekt ineinandergreifen, ohne dass je jemand die Bedienungsanleitung gelesen hätte. Jeder hat seinen Rhythmus, seine Routine, seinen Raum – und doch fügt sich alles zusammen zu einem harmonischen Ganzen.

Niemand drängt. Niemand stört. Niemand nimmt mehr, als er braucht.

Das ist die stille Choreografie der Pilger – ein Tanz, dessen Schritte nie einstudiert wurden, aber von allen gekannt werden.

Der Abschied und das Versprechen

David ging als Erster. Wir verabschiedeten uns herzlich. Er gab mir die Hand – eine feste, ehrliche Hand, die Geschichten erzählen könnte, wollte sie sprechen – und sagte etwas, das ich nicht vergessen werde:

“You gonna make it.”

Vier Worte. Nicht mehr, nicht weniger. Aber sie trugen das Gewicht von allem, was wir am Vorabend geteilt hatten. Von seiner Geschichte über den jungen Mann im Gefängnis. Von dem einen unter Hunderten. Von dem stillen Verständnis zwischen zwei Menschen, die wissen, was es bedeutet zu kämpfen – gegen die Dämonen, gegen die Zweifel, gegen sich selbst.

“You gonna make it.”

Nicht: “Ich hoffe, du schaffst es.” Nicht: “Versuch dein Bestes.”

Sondern: “Du wirst es schaffen.”

Eine Feststellung. Ein Vertrauensvorschuss. Ein Geschenk, das ich in meinem Rucksack tragen würde, schwerer und wertvoller als alles andere.

Mit Loas – Die stille Begleiterin

Loas und ich beschlossen, die nächste Etappe wieder gemeinsam zu gehen. Ein Segen, denn heute wollte ich nicht alleine gehen. Mein Körper war ausgelaugt, schmerzte an Stellen, deren anatomische Namen ich nicht kannte. Ich war müde – nicht nur körperlich, sondern in jener tieferen, existenzielleren Weise, die erst nach Tagen intensiven Gehens einsetzt, wenn die Erschöpfung nicht mehr nur in den Muskeln sitzt, sondern in der Seele selbst.

Aber ich war voller Vorfreude auf den heutigen Tag.

Sarzana ist eine wundervolle kleine Stadt mit einem alten Castello, das über die Dächer wacht wie ein steinerner Großvater. Als wir dort waren, hatte ich endlich wieder Internet. Nichts hatte funktioniert seit unserer Ankunft – kein Google Maps, kein Komoot, keine digitale Nabelschnur zur Welt da draußen.

Und da merkte ich, wie abhängig ich von der Technik bin.

Wie verloren ich mich ohne die Apps fühle, die mir den Weg zeigen. Wie aufgeschmissen ich wäre ohne die digitalen Krücken, auf die ich mich unbewusst stütze, als wären sie ein Teil meines Körpers.

Aber auch – und das war vielleicht die wichtigere Erkenntnis – wie dankbar ich für die anderen bin. Denn ohne sie – ohne Loas, die den Weg kannte, ohne David, der einfach seiner Intuition folgte – wäre ich tatsächlich verloren gewesen.

Der leichte Start und die schweren Gedanken

Der Start fiel deutlich leichter als an den letzten Tagen. Nur ein kleiner Aufstieg. Der Körper seufzte erleichtert.

Aber ich war zu Anfang sehr verkopft. Einige meiner Themen kamen hoch – jene Gedanken, die man während des Gehens nicht verdrängen kann, weil es nichts gibt, womit man sie verdrängen könnte. Keine Ablenkung. Keine Flucht. Nur der Weg, die Schritte, und die unbequemen Wahrheiten, die man sich selbst schuldet.

Zweifel stiegen auf wie Nebel.

Zweifel, ob ich dieses Pensum aufrechterhalten kann. Ob mein Körper noch viele solcher Tage verkraftet. Ob ich überhaupt weiß, was ich hier tue. Ob das alles nicht nur eine romantische Selbsttäuschung ist – eine Flucht, verkleidet als Suche.

Loas spürte das. Sie sagte nichts Großes, nichts Therapeutisches. Sie war einfach da. Ging neben mir. Ihr bloßes Dasein war Rückenstärkung genug.

Manchmal braucht man keine Worte. Manchmal reicht es, nicht allein zu sein.

Das Café – Oder: Nahrung für die Seele

Wir kehrten ein in ein kleines Café und trafen dort David wieder. Eine dieser wundervollen Zufälligkeiten des Weges, die sich nicht wie Zufall anfühlen, sondern wie sanfte Choreografie eines unsichtbaren Regisseurs.

Das Café selbst war ein Kleinod. Ein kleiner Stammtisch älterer Damen an einem Tisch, über dem eine Energiesparlampe von der Decke hing wie ein künstlicher Mond. Inneneinrichtung aus den Siebzigern – braunes Holz, orange Polster, dieser spezielle Charme des Vergangenen, das sich weigert, vergangen zu sein.

Sehr netter Service eines älteren Ehepaares, die sich so selbstverständlich ergänzten, wie nur Menschen können, die Jahrzehnte zusammen gearbeitet haben. Sie brauchten keine Worte – ein Blick, eine Geste, und jeder wusste, was der andere meinte.

Der Cappuccino war gut für die Seele.

Dieser Satz klingt kitschig, aber er ist wahr. Ich habe so vieles auf meinen Körper zugeschnitten und optimiert – die Ernährung, die Ausrüstung, den Rhythmus, die Elektrolyte, die Proteine, die Kohlenhydrate. Alles durchdacht, alles geplant.

Aber ich vergesse manchmal dabei, dass die Seele ebenso ihre Nahrung braucht. Und manchmal ist diese Nahrung kein Superfood und kein Nahrungsergänzungsmittel, sondern ein Cappuccino in einem alten Café, serviert von Menschen, die noch wissen, dass Service mit Herz zu tun hat, umgeben von Fremden, die für einen Moment zu Gefährten werden.

Unterwegs – Die lose Gemeinschaft

Der Weg führte uns weiter. Wir trafen immer wieder auf die Franzosen und gingen Wegstrecken gemeinsam. Diese lose Gemeinschaft von Pilgern, die sich trennen und wieder zusammenfinden wie Wassertropfen in einem Fluss – manchmal getrennt, manchmal vereint, aber immer Teil desselben Stroms.

Loas und ich machten Pause auf einer kühlen Marmorbank. Mittags brannte die Sonne herunter mit jener gnadenlosen Intensität, die nur die italienische Sonne im Spätsommer hat. Diese Mittagspause war mehr als willkommen – sie war überlebensnotwendig.

Das Ritual des Teilens wiederholte sich.

Ich hatte Bananen und Datteln. Loas Käse und Brötchen. Niemand fragt mehr “Möchtest du?” Man packt einfach aus, was man hat, und bietet es an. Man nimmt, was angeboten wird. Es ist einfach. Es ist schön. Es ist, wie Menschen miteinander umgehen sollten.

Dazu Elektrolyte und Wasser – die prosaischen Notwendigkeiten, die den Körper am Funktionieren halten.

Die Taube auf Marmor – Eine Offenbarung

Wir näherten uns Avenza, einem Stadtteil von Carrara, Schritt für Schritt. Über Felder, entlang der Kanäle. Die Stadt zeigte sich langsam, enthüllte sich in Schichten.

Als wir ankamen und durch die Straßen gingen, fühlte ich mich erleichtert. Und dann sah ich sie.

Eine Taube, die über einen Gehweg aus Marmor lief.

Ich blieb stehen. Musste still lächeln. Sowas hatte ich noch nicht gesehen.

Eine Taube. Auf Marmor. In Carrara, der Stadt des Marmors.

Es war so absurd, so perfekt, so unglaublich italienisch. Edel, einfach nur Malaspina like edel. Selbst die Tauben – diese verpönten Ratten der Lüfte, diese gefiederten Parias der Städte – werden hier zu aristokratischen Vögeln, die auf dem Stein stolzieren, aus dem Michelangelo seinen David meißelte.

In diesem Moment erinnerte ich mich an etwas Wichtiges:

Schönheit ist nicht nur in den großen Dingen. Nicht nur in Kathedralen und Kunstwerken. Sie ist überall. In einer Taube auf Marmor. In einem alten Café. In geteiltem Käse auf einer Bank. In der Art, wie Licht auf Wasser tanzt. In der Geduld eines älteren Ehepaares. In vier Worten von einem Gefängniswärter: “You gonna make it.”

Wir müssen nur hinschauen. Wirklich hinschauen.

Das Meer – Von den Bergen zu den Wellen

Wir waren früh an der Unterkunft. Konnten unsere Sachen abstellen, kurz einkaufen – diese profane Pilgerpflicht.

Dann machten wir uns auf ans Meer.

Ein langer Weg dorthin.

Vorbei am Hafen mit seinen rostigen Kränen und gestapelten Containern, diesen metallenen Zeugen globaler Ströme. Durch die laute Stadt mit ihrem Verkehr, ihren Abgasen, all dem Einbetonierten. Die urbane Realität, die so ganz anders ist als die stillen Wege durch Wälder und über Hügel.

An der Hafenpromenade stand eine Bank mit Blick aufs Meer. Ich setzte mich.

Und kam das erste Mal richtig zur Ruhe.

Für einen langen Moment sah ich nur das Funkeln der Sonne im glitzernden Wasser. Diese unzähligen Lichtpunkte, die auf den Wellen tanzten wie lebendige Diamanten. Das ewige Rauschen. Die Weite, die kein Ende kennt.

Dann endlich am Strand angekommen.

Ich zog meine Sandalen aus – diese treuen Begleiter, die meinen Füßen so viel zugemutet hatten – und spürte den kalten Sand unter meinen Füßen. Ein Segen. Nach Kilometern auf Asphalt, auf Geröll, auf Waldwegen – nun dieser feine, kühle Sand, der sich zwischen die Zehen schmiegt wie eine Umarmung von unten.

Ich ging ins Wasser. Das Mittelmeer empfing mich mit seiner salzigen Kühle, die gleichzeitig schmerzte und heilte.

Und dann traf es mich mit voller Wucht:

Gestern stand ich noch auf einem Berg. Heute stehe ich im Meer.

Was für ein Weg.

Von den Höhen zu den Tiefen. Von den steilen Anstiegen zu den sanften Wellen. Von der Einsamkeit des Waldes zur Weite des Ozeans. Von den Spinnen im Mondlicht zum Salz auf der Haut.

Und ich bin es, der diesen Weg geht.

Niemand sonst. Nicht für jemand anderen. Nicht weil es von mir erwartet wird. Nicht weil ich etwas beweisen muss.

Sondern weil ich es gewählt habe. Von den Bergen bis ins Meer. Jeden Schritt. Jede Blase. Jeden Zweifel. Jede Freude.

In diesem Moment, mit Wasser bis zu den Knien und Salz auf den Lippen, war ich tief ergriffen. Nicht auf dramatische, filmreife Weise. Sondern in jener stillen, tiefen Art, die einen verändert, ohne dass man es sofort bemerkt.

Ich stand im Meer und verstand: Das bin ich. Das tue ich. Das ist mein Weg.

Und vielleicht – nur vielleicht – ist das genug.

Der Abend mit Thierry und Claire

Später duschten wir kurz – diese profane, wunderbare Freude, Salz und Schweiß und Staub von der Haut zu waschen, das Privileg fließenden Wassers zu genießen.

Dann trafen wir auf Thierry und Claire – ein Pärchen aus Lyon, mit dem wir unser Zimmer teilen würden. Gemeinsam gingen wir zu Abend essen.

Thierry erzählte von Lyon und seiner Passion, dem Gärtnern. Claire von ihrer Arbeit und ihrer Tochter, mit der sie gemeinsam ein Familienbusiness aufzogen. Wir tauschten uns aus, über unsere Erfahrungen auf den einzelnen Etappen und erzählten von unserem Weg heutigen Weg.

Die üblichen Geschichten der Pilger – und doch alles andere als üblich.

Denn jede Geschichte ist einzigartig. Jede trägt die DNA dessen, der sie erzählt. Jede offenbart, wenn man genau hinhört, mehr als nur Fakten – sie offenbart, wer jemand ist, was ihn bewegt, wovon er träumt.

Die Nacht kommt

Nun liege ich hier, erschöpft bis in die Knochen, und schreibe euch diese Zeilen.

Mein Körper ist eine Landkarte des Schmerzes. Jeder Muskel hat eine Geschichte zu erzählen. Meine Füße sind Kriegsveteranen. Meine Schultern tragen noch immer das Phantom des Rucksacks. Ich laufe ohne inzwischen wie ein Pinguin.

Aber mein Herz ist voll schöner Eindrücke.

Voll mit Bildern: Die Taube auf Marmor. Das Funkeln auf dem Wasser. Davids feste Hand und seine Worte. Loas’ stille, stützende Präsenz. Der Cappuccino im Retro-Café. Das Salz auf meiner Haut.

Voll mit Dankbarkeit: Für diesen Weg. Für diese Menschen. Für die Fähigkeit, einen Fuß vor den anderen zu setzen. Für das Privileg, müde sein zu dürfen von etwas Sinnvollem. Für Tauben, die auf Marmor laufen und mir zeigen, dass Schönheit überall wartet.

Voll mit der Erkenntnis: Gestern Berg. Heute Meer. Morgen – wer weiß?

Das ist die Magie des Pilgerweges. Dass jeder Tag eine Welt ist. Dass jede Etappe eine Verwandlung bringt. Dass man nicht derselbe Mensch ist, der man war, als man aufbrach.

Gute Nacht, bambini royale

Nun entschwinde ich in die Nacht – in jene unruhige Nacht mit ihren Mücken und ihrem Schnarchen und ihrem Kühlschranksummen, die mich morgen um 5:40 wieder ausspucken wird.

Aber das ist in Ordnung. Denn morgen ist ein neuer Tag. Neue Wege. Neue Begegnungen. Neue Tauben auf neuem Marmor. Neue Cappuccinos in alten Cafés. Neue Momente, in denen das Universum flüstert: Siehst du? Ich bin hier. Immer.

Von den Bergen ins Meer.

Was für ein Weg.

Was für ein Leben.

Was für ein Geschenk, das Privileg zu haben, ihn zu gehen.

In Dankbarkeit, mit schmerzenden Füßen und einem vollen Herzen,

Bambino Royale

Irgendwo in Avenza, mit Sand zwischen den Zehen und Salzwasser in der Seele, mit dem Bild einer Taube auf Marmor im Kopf und der Gewissheit, dass ich es schaffen werde – einen Schritt, eine Taube, einen Cappuccino, ein “You gonna make it” nach dem anderen

Buonanotte, bambini royale. Träumt von Marmor und Meer und von Schönheit, die überall wartet – sogar in Kühlschränken aus den Achtzigern.

Song https://m.youtube.com/watch?v=PwtUD_cL5vA&list=RDPwtUD_cL5vA&start_radio=1&pp=ygURZWVsa2Uga2xlaWpuIHRpZGWgBwE%3D