Dies ist nicht der Saal, in dem der Mensch steht, sondern der Raum in dem er in den unendlichen Spiegel seiner eigenen Gedanken blickt. The Tyranny of Thoughts ist eine Metamorphose des Geistes, eine spiegelnde Reflexion unserer Wirklichkeit, dass wir Schöpfer unserer eigenen Realität sind – und in dieser Schöpfung auch unseren eigenen Himmel oder unsere eigene Hölle erschaffen können. Die Linse blickt nicht auf eine Gestalt, sondern auf den stillen Architekten eines Labyrinths, in dem jeder Weg und jede Wand aus dem Abbild seines eigenen Geistes geformt ist. Die endlosen Reflexionen, die sich in die Tiefe des Raumes verlieren, sind das Gedankenkarussell, das aus jedem Impuls, ein Gedanke, ein Wort und schließlich eine Tat hervorbringen kann und den Menschen in einen unaufhaltsamen, schwindelerregenden Sog treibt.
Inmitten dieser Kaskade des Selbst, dieses unendlichen Spiegels des Wahnsinns, wer wir sein könnten oder werden, steht der Mensch still, eine stählerne Ruhe in einer Welt der Bewegung. Seine Haltung ist die eines Gefangenen, der die Mauern seines eigenen Verstandes erblickt, ein Gefängnis, dessen Gitterstäbe nicht aus Eisen, sondern aus der unendlichen Macht des Schöpfens und Zerstörens gefertigt sind. Die Reflexionen, einst das Versprechen einer ewigen Existenz, sind nun die unbarmherzigen Richter über das Ich, die dem Menschen die unumgängliche Wahrheit vor Augen führen: Er ist die Summe aller Entscheidungen, die er getroffen hat, und unser jeweils aktueller Zustand der Existenz liegt in der Tatsache, dass wir die auch die Konsequenz aus jeder unserer Entscheidungen sind.
Wir finden in der unendlichen Kraft des Schöpfens auch die Saat unserer eigenen Zerstörung. Und in dieser Konfrontation mit unserer Wirklichkeit wird uns die unbequeme, unumgängliche Wahrheit offenbart: Wahre Freiheit liegt nicht in der unendlichen Möglichkeit, sondern im Einklang von Körper, Geist und Seele durch das göttliche, jede unserer Entscheidungen sorgsam abzuwägen, das Gedankenkarussell zu durchbrechen und im Chaos des Geistes und der Welt, uns nicht verleiten zu lassen, emotional und vom Ego geleitet zu handeln.
