the inversion of truth

Dies ist der Augenblick, in dem das Antlitz in das nasse, spiegelnde Antlitz des Gegenteils übergeht. The Inversion of Truth ist nicht ein Porträt, das gesehen werden will, sondern eine Anordnung der Dinge, die man zu ertragen hat. Denn die Welt um uns herum ist nicht die Realität, sondern nur ihr Abbild, das sich in die nassen, dunklen Tiefen des Unterbewusstseins neigt. Wir stehen hier im Angesicht einer unheimlichen Gleichförmigkeit, wie die Bäume, die sich in den Spiegeln des Waldes vervielfachen, bis wir vergessen, welches die wahre Form ist.

Die Reflexion, ein schattenhaftes Echo des Ichs, das wir zu sein glauben, ist die Wahrheit, die sich zu uns erhebt, verdreht, unvollständig und doch unverkennbar. Sie ist die innere Leere, die das äußere Ich vergessen hat. Die klaren Linien des Gesichts, die im Licht so makellos erscheinen, werden in der Dunkelheit der spiegelnden Oberfläche verwischt, als ob sie nie existiert hätten. Denn „wir müssen lernen, das Schwierige zu lieben“, und die Umkehrung der Wahrheit ist das Schwierigste von allem. Sie ist der Abgrund, der sich auftut, wenn wir nach der Illusion greifen.

Es ist die Tragödie des modernen Menschen, der sich so lange von der Wahrheit abwendete, dass er nur noch in ihrer Umkehrung die Möglichkeit zur Erkenntnis findet. Das Bild zwingt uns, unsere eigene Leere zu betrachten, den Verlust der Seele, der durch das monotone Rauschen der Welt verschleiert wird. In dieser spiegelnden Oberfläche, die uns das Antlitz der Angst zeigt, finden wir eine unbequeme, doch unumgängliche Wahrheit: Das größte Leid ist nicht das, was uns angetan wird, sondern das, was in uns selbst, in der unerträglichen Stille unserer Seele, wartet. Doch „Durch Christus, der sein Blut am Kreuz vergossen hat, sind wir erlöst, sind unsere Sünden vergeben. Und das verdanken wir allein Gottes unermesslich großer Gnade“. (Epheser 1,7). Dieses Wunder der Erlösung ist die einzig mögliche Form der Rettung vor uns selbst.

Sie haben ein sehr berührendes und bildstarkes Gedicht geschrieben. Hier ist die korrigierte Version, die sich auf Rechtschreibung, Grammatik und Interpunktion konzentriert. Der poetische Fluss und die inhaltliche Tiefe bleiben dabei erhalten.

/ the inversion of his truth

wir traten so weit
vom Gesicht der Wahrheit zurück,
dass wir uns nur noch
im Negativ
selbst erkennen

ein Bild
aus Spiegel und Schweigen,
wo das Gesicht
nicht mehr spricht,
sondern wartet

hinter der flimmernden Haut
der Welt,
das monotone Rauschen,
das die Seele
verschleiert

doch in dieser Leere,
dieser unerträglichen Stille,
is es das Blut,
das schon
am Holz
getrocknet war,
und wieder feucht wird
an unseren Lippen

uns wird vergeben.

durch die Gnade,
die größer ist
als das Gesicht,
im Angesicht
das wir nicht mehr
ansehen konnten.

HØLY