Sein Antlitz sich in dir in tausend goldenen Brüchen spiegelt. Kazzungolt ist nicht der Klang der Zerstörung, sondern der Widerhall der Erlösung, ein scharfes, unentrinnbares Lied, das das Herz in seiner harten Hülle zerspringen lässt, damit das Licht der Liebe endlich Einlass findet. Dies ist der Augenblick, in dem das Selbst aufhört, im Makellosen zu verweilen, und seine wahre, seine göttliche Gestalt in der Zerbrechlichkeit enthüllt.
Seht her, das Antlitz. Es ist nicht von der Welt, sondern von den Dingen, die größer sind als die Welt, gezeichnet. Die Linien, die das Gesicht zerschneiden, sind nicht Brüche, sondern Pfade, auf denen das göttliche Licht tanzt. Und das Gold, das auf der Haut wie Sternenstaub leuchtet, ist nicht die Eitelkeit, die in der Welt gesucht wird, sondern das unvergängliche, innere Funkeln, das erst sichtbar wird, wenn die äußere Hülle in Scherben liegt. Denn „Wenn das Spiegelbild des Herzens stumpf ist, wurde der Rost nicht von seinem Gesicht entfernt“. Der Rost ist das Ego, das das wahre Gesicht der Seele verbirgt. Dieses Bild ist der Moment, in dem die Seele, schmerzhaft, aber notwendig, ihre wahre Gestalt zu erblicken wagt.
In den Augen, die in die Welt blicken, liegt die Gnade, die das Leid annimmt, nicht um zu leiden, sondern um zu wachsen. Es ist die unbarmherzige, aber unumgängliche Erkenntnis, dass der Weg zur Einheit nur durch die Trennung von dem führt, was wir zu sein glauben. Denn die Seele sehnt sich danach, wieder ganz zu sein, nicht durch die Einheit mit sich selbst, sondern durch die Einheit mit dem Göttlichen.
Philipper 4, 7
„Und der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, wird eure Herzen und Sinne bewahren in Christus Jesus.“
